2013 Cotswold

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Di, 28.5.2013 Cotswold

In Stratford on Avon regnet es immer noch ausgiebig. Wir landen an der Pferde-Rennbahn. Das nächste Rennen findet in einer Woche statt, aber der Camping ist gut besetzt. Strom anschliessen und Heizung testen: Alles wieder bestens. Nicht zu früh freuen, die Wasserpumpe pumpt wieder nicht mehr, das ist halt Camping. Wir bleiben den ganzen Nachmittag zu „Hause“, ich lege mich aufs Ohr.

 

Shakespears GeburtshausMi, 29.5.2013

Erst so gegen 9 Uhr hört der Regen auf, wir tanken voll mit Wasser und schon funktioniert alles wieder. Nur die Anzeige funktioniert nicht richtig, die zeigt noch 50%, dabei ist der Abwasser-Tank leer. Wir duschen und fahren in die Stadt.

Stratford on Avon Ein Car mit Asiaten muss eingetroffen sein, es wimmelt nur so von denen. Shakespears Geburtshaus ist angesagt und einige Souvenir Shops, sofern nicht von Japanern überfüllt. In Stratford upon Avon gibt es keinen Bäcker, nur Warenhäuser…

Essen beim FarmerWeiter rein in die Cotswold. Wir essen unterwegs bei einem Farmshop, in Tuchfühlung mit verschiedener Tieren. In Chipping Campden sind wir früh, trotzdem parken wir und richten uns ein. Das Dorf besuchen wir noch nicht, es nieselt ununterbrochen.

Do, 30.5.2013Chipping Campden

Chipping Campden ist klein und übersichtlich. Die Touristeninformation empfiehlt uns Broadway, Snowshill, Moreton in Marsh, Stow on the Wold, Slaughter und Bourton on the Water und genau so fahren wir es ab.

SlaughterSlaughter, ob Upper oder Lower weiss ich nicht mehr, aber eines ist wunderschön und beim anderen bin ich bereits vor 17 Jahren durch den Fluss gefahren, der die Strasse durchfliesst…

In Bourton on the Water parkieren wir im Regen und übernachten.

Fr, 31.5.2013Bourton on the Water

Am Morgen ist es trocken, wir besuchen das Dorf. Auch heute werden wir von Asiaten überfallen. Das Kaff ist wunderschön, mit dem Fluss der hindurch fliesst.

BurfordWir fahren nach Burford, da in der Nähe haben wir vor 17 Jahren an der EM96 in einem Cottage gewohnt. Burford sieht noch genau gleich aus, wie vor Hunderten von Jahren… Wir essen im Bulls Inn, Sandwich mit einem Salad und Pommes. Julia nimmt Chicken und ich Crayfish, ohne zu wissen was es ist. Die Bedienung erklärt es mir und als ich von Ecrevisses spreche, wird er hellhörig und fragt mich ob ich Franzose sei. Die Bedienung ist der Besitzer und er kommt ursprünglich aus Montpellier.

BiburyEssen war ausgezeichnet, wir fahren weiter. In Bibury sehen wir eine bekannte Strasse, die in jedem Reiseführer ist, können aber nirgends parkieren. Erst weit ausserhalb finden wir einen Parkplatz, nehmen die Räder raus und fahren zurück. Wunderschöner kleiner Ort, Forellenfarm, ein Hotel in dessen Garten gerade geheiratet wird, die berühmte Strasse und das war es.

BiburyWir fahren wir nach Cirencester und weiter in den Forest of Dean, wo in Coleford ein Camping mit Waschmaschine, Tumbler und Internet versprochen wird. Tatsache ist, Internet gibt es nur im Empfangsgebäude und zwei der vier Maschinen funktionieren nicht. Wir füllen Wasser auf und die Pumpe pumpt trotzdem nicht. Chicken Curry von Ainsley mit Linsen und ein Fladenbrot. Dazu trinke ich ein englisches Bier, Black Sheep aus Yorkshire. Ich wasche ab im Gemeinschaftshaus und wir spielen Skipbo, weil wir keinen Empfang haben.

Sa, 1.6.2013Monmouth

Heute kennt das GPS meiner Kamera keinen Satelliten mehr, ich muss unbedingt eine Datei herunter laden und am Abend brauche ich Empfang, denn in Berlin ist Cup-Finale, ob Shaqiri wohl spielt?

Erstmals geht das Wasser auch am Morgen nicht, wir duschen auf dem Gelände. Im Kaffee kann ich die Internet-Datei für die Kamera herunterladen und die Rechnungen bezahlen.

MonmouthWir fahren durch den Forest of Dean bis nach Monmouth, an die Grenze zu Wales. Hier gibt es die einzige Steinbrücke in England mit einem Turm in der Mitte. Wir nehmen ein Apéro und schon geht es weiter, zum eigentlichen Ziel des Tages.

Wye ValleyDas Wye Valley ist schon, der Fluss windet sich hindurch, mal ist die Strasse am Flussufer, mal weit oberhalb um dann wieder hinunter zu stürzen. Tintern In Tintern besuchen wir die Ruinen der Abbey.

In Chepstow parken wir oberhalb des Schlosses und erkunden die Stadt. Chepstow Das Flusswasser ist dunkelbraun, nicht schön fürs Auge. Das Schloss ist ok. Da wir ohne E-Bikes unterwegs sind, stösst mich Julia den steilen Hang zum Parkplatz empor…

Couscous mit Lammfleischbällchen und Rosenkohl gibt es, danach das Pokalfinale und später noch die lokalen Jugendlichen, die uns keine Nachtruhe gönnen wollen.

SS Great Britain in BristolSo, 2.6.2013

Über den Fluss Severn geht es nach England. Wir wollen nach Avonmouth, wo der Fluss Avon in den Severn fliesst, landen aber in Bristol. Zu Fuss über den floating Harbour, vorbei an der SS Great Britain, ein Sechsmaster. Rauf ins Zentrum in die riesige Kathedrale.

Weston Super MareWestwärts nach Weston Super Mare. Mir sagt das nichts, aber Julia kennt es als Ausflugsort, war aber noch nie hier. Wunderschöne Strandpromenade mit langem Pier, Eselreiten im Sand, Riesenrad, usw. wird hier geboten. Bars mit Garten und lauter Live Music  Natürlich können wir nur ausserhalb parken, aber mit den Rädern sind wir schnell zurück.

Wir haben einen Park gefunden, wo wir schlafen können. Das Wohnmobil kann ich aber nicht wenden, es ist zu eng, so fahr ich halt weiter nach Kewstoke, da finden wir auch einen Platz, ruhig und versteckt auf dem Parkplatz der City Hall.

CheddarMo, 3.6.2013

Cheddar, wo der in England berühmte Käse herkommt. Die Kellerbesichtigung kostet 30 Franken p/P, wir verzichten, kaufen auch keinen Käse, sondern fahren weiter durch die Mendip Hills nach Campingplatz in Rodney StokeRodney Stoke, wo wir auf einem schönen Campingplatz landen. Wir essen in der Sonne, Julia wäscht, ich gehe ins Netz.

Ausflug mit dem RadWir nehmen die Räder raus und fahren ins 6 km entfernte  Westbury. Zwei Schweinen und einem Fuchs begegnen wir in dieser schönen Landschaft. Shoppen ohne zu kaufen, in Westbury ist alles exklusiv. Tee mit Kuchen im Tea Room und schon geht’s wieder nach Hause.

Fuchs verschwand, Sau bliebVon den 270 Bildern, die ich hochladen wollte, sind gerade mal 10 ungestört auf dem Server angekommen. Alle anderen haben wegen Zeitüberschreitung abgebrochen. Das Netz ist hundertmal langsamer als in der Schweiz. Ich gebe erst spät in der Nacht auf.

Wells CathedralDi, 4.6.2013

Ich bringe die Berichte online, Bilder folgen später. Wir gehen schwimmen im beheizten Indoor Pool, liegen in der Sonne, lesen und so gegen Mittag geht es wieder los, kreuz und quer durch die Mendip Hills, nach Wells, wo wir vor dr Kathedrale parkieren und selbige besuchen.

Stairways to Heaven?Riesig und imposant, mit vielne kleien Kapellen, wurde in vier grossen Anbauten vollendet. Treppen führen in unvorstellbare Höhen, zumindest zu der Zeit als gebaut wurde. Die Menschen hatten nichts, die ehrfürchtige Kirche den ganzen Prunk.

Bishops Palace, WellsWir essen beim Inder und machen uns dann auf den Weg nach Glastonbury. Julia findet, alle Läden hätten Hippie-Kleider und entsprechend sei auch die Bevölkerung gekleidet. Ich kann das nicht nachvollziehen, jedenfalls sind wir zu früh, die Rolling Stones treten erst in 3 Wochen an…

Langport am Fluss ParrettWeiter durch die Polden Hills, einer nicht nur gemäss Reiseführer schönen Strasse entlang. In Langport stellen wir uns auf den Parkplatz und spazieren dem Fluss Parrett entlang. Ein Einheimischer empfiehlt uns Quantock Hills in Meeres Nähe und den Nationalpark von Exmoor als „Must“. Sandwich im WoMo, lesen, schon der zweite Tag ohne TV (uns fehlen  nur Nachrichten und Wetter) und früh ins Bett.

Quantock Hills Mi, 5.6.2013

Blauer Himmel und Sonnenschein, schon wieder. Während Bayern und Tschechien ertrinken, haben wir Super Wetter. Wir haben uns für heute in Fordingbridge auf dem Camping Platz angemeldet, Julias Bruder kommt ja morgen. Sollen wir das einhalten und die Empfehlungen sausen lassen, oder sollen wir erst morgen in Fordingbridge eintreffen?

Quantock Hills Die Quantock Hills sind nichts besonderes anzusehen, bis wir uns entschliessen, die enge, steile Strasse hochzufahren. Wilde Pferde grasen in herrlicher Landschaft, eines knabbert an unserem WoMo.

Exmoor NationalparkKaum haben wir die Hills verlassen, fahren wir in den Exmoor Nationalpark. Leider führt mich das GPS nicht über die gewünschte Strasse, aber schön ist es auch hier. Wir kaufen Brötchen und essen was Kleines. Um 15 Uhr gibt es Tea mit Scones, herrlich, der Rahm ist schon fast Butter…

Exmoor NationalparkUnterwegs sehe ich einen Wegweiser, der uns an einen Aussichtspunkt weist, eine halbe Meile (800 Meter) von hier. Ich biege ab und nach 2 KM vermute ich, dass ich mich verfahren habe, will wenden, kann aber nicht, überall viel zu eng. Als ein Bauer auf einem Quad von hinten naht, fragen wir den. Der Hügel, 2 KM vor uns, sei der Dunkery Beacon, der höchste Punkt des Nationalparks, 1704 hoch. Erst später realisiere ich, Füsse,  ca. 500 Meter. Der Punkt ist nur zu Fuss zu erreichen, wir fahren die Strasse hinauf, so lange es halt noch geht, um dann den Rest zu Fuss zu gehen…

Camping im Exmoor NationalparkAuch hier hat es überall wilde Pferde. Die Natur ist dunkelgrün, in kurzer Zeit werden die Pflanzen das ganze Moor rot erleuchten lassen, muss fantastisch aussehen, so viel Zeit haben wir nun aber doch nicht…

Camping im Exmoor NationalparkDie Strasse führt uns wieder hinunter, auf einer Single Track Road. Wir begegnen einem Bauernkonvoi, mit riesigen Maschinen, können aber glücklicherweise ausweichen. Die Strasse wird so eng, dass Julia sich fragt ob wir überhaupt durchkommen. Die Ästchen streifen beide Seiten des WoMo. Wir kommen in ein Dorf, die Strasse wird breiter und was steht da, ein Camping-Platz. Nichts wie rein, wir finden ein schönes Plätzchen und müssen uns entscheiden: Stühle raus und chillen oder Bikes raus und knappe 5 KM ans Meer radeln. Julia hat schnell entschieden, ich beende das Buch von Dieter Moor und beginne eines von Tom Clancy, dazu ein Leffe brune, was will man mehr. Auch der Camping ist von Pferden belagert, diesmal aber wohl nicht wilde.

Do, 6.6.2013 PeterPorlock Weir

Über England liegt ein Hoch, nur bei uns ist der Himmel verhangen. Mal schauen ob wir die Räder trotzdem hervor nehmen.

Porlock WeirWir fahren ans Meer nach Porlock Weir, mit dem WoMo. Gestern bei schönem Wetter hätte es noch besser ausgesehen, gefällt uns aber auch heute.

SherborneWir fahren in den New Forest, wo Julia ihre Brüder sehen wird. In Broadway essen wir in einem neu eröffneten Pub, der uns empfohlen wurde. Die haben noch nichts Warmes auf der Karte, so neu sind die. Wer hat uns den wohl empfohlen? Da kommt sie auch schon rein, die Lebenspartnerin des Besitzers…

SherborneIn Sherborne machen wir wieder Halt. Stadt erkunden, Fotoshooting, Kirche besuchen und schon nehmen wir den letzten Abschnitt unter die Räder. Über die Cranbourne Chase müssen wir die Fenster schliessen, so stark windet es.

Cranbourne Chase