Südtirol France

Ich muss geschäftlich in die Ostschweiz und fahre mit Julia im WoMo. Mittwoch und Donnerstag interviewe ich Ladenbesitzer und anschliessend geht es via Österrich nach Italien, wo wir in der Folgewoche Ursuleos treffen werden.

Do 27.09.2012Österreich

Wir verlassen die Ostschweiz und fahren nach Österreich ins Lechtal. Schoppernau, Lech, St. Anton, Landeck bis Imst, wo wir beim Schwimmbad übernachten.

Fr 28.09.2012

Wir wollen ins Zillertal, es geht über Innsbruck weiter ostwärts. Aktivisten sperren ein kurzes Autobahnstück vor Schwaz. Obwohl wir nicht über die Autobahn fahren hat das auch auf uns Einfluss, wir kommen in einen grösseren Stau. Das Zillertal und das schöne Wetter entschädigt uns. Bei Zell am Ziller biegen wir ab in die Kitzbühler Alpen. Südwärts nach Linz, wo wir keine Torte essen. Es geht nach Italien, kurz vor dem Plöckenpass schlafen wir in Würmlach.

drängeln nützt nichtsSa 29.09.2012

Über den Pass und runter nach Tolmezzo, wo wir einkaufen. Es geht ostwärts nach Slowenien, wo ich hoffe, Steinpilze kaufen zu können. Durch das Resiatal nähern wir uns der Grenze. Ein Verkehrszeichen zeigt uns, dass die Strasse mit einer Breite von 2 Metern für uns unpassierbar wird, unser WoMo ist 15 cm breiter… Wir kehren um und essen unten im Tal in Resiutta. Wir teilen uns einen grossen gemischten Salat. Gnocchi mit Salbeibutter, gefolgt von einem Rumpsteak für mich, ein Schweinskottelet für Julia. Rotwein, Mineralwasser, Caffee goretto Grappa inklusive, kostet das alles 30 Euro.

Wir suchen die Reben im Friaul und finden den Schinken. In San Daniele übernachten wir. Gleich neben dem Stellplatz hat es eine Sporthalle, wo Kinder Volleyball trainieren, bevor sie von Sportlern auf Rollstühlen verdrängt werden, die Unihockey trainieren. Oben im Zentrum gibt es überall Rohschinken zu kaufen. Ich geniesse ein Glas Friauler Weisswein.

So 30.09.2012Belluno

In Porderone parken wir und besuchen einen Antiquitäten Markt. Apéro unter dem Regenschirm. Wir haben Hunger, wollen aber ausserhalb essen. Noch bevor wir die Stadt verlassen, sehe ich ein kleines Restaurant mit Betrieb und Parkplatz, "Al Lido". Sieht nur von aussen klein aus, drinnen sind alle Tische besetzt, ca. 100 Personen sind am Geniessen. Während Julia ein Carpaccio vom Angus Rind, gefolgt von Gnochi mit Lachssauce nimmt, halte ich mich an Muscheln gefolgt von Spaghetti marinara. Besser als gestern und nicht viel teurer. Wenn es passt, kommen wir nochmals zurück.

Es geht Richtung Südtirol, wir fahren nach Belluno, wo wir auf einem abgesperrten Stellplatz übernachten.

Rolltreppe in BellunoMo 1.10.2012

Mit einer Rolltreppe kommt man nach Belluno, das oben auf dem Hügel liegt. An einem Marktstand kaufen wir Steinpilze. Mittagessen in den Trentiner Alpen, auf dem Sen Pellegrino Pass. Aufgewärmte Teigwaren mit frischen Steinpilzen, so was von lecker.

Runter nach Moena, wo Camper nirgends erwünscht sind, schade, schönes Kaff. Gleich im nächsten Dorf sehen wir zwei Camper stehen auf einem Parkplatz. Wir gesellen uns dazu. Die Einen erkennen uns wieder, haben gestern in Belluno neben uns gestanden. Die Anderen sprechen wir später, er ein Offenburger, sie eine Schweizerin… Wir sind gerade am rausputzen, als die Polizei neben uns hält. Mein Heck ragt zu weit auf das Trottoir, ich rolle nach vorne und weg sind sie.

Di 2.10.2012Meran

Über Bozen nach Meran und Richtung Reschenpass, wo wir auf Ursoleo‘s warten. Unsere Position haben wir durchgegeben und lesen nun in der Sonne, bis sie eintreffen. Sie finden uns nicht…

Gemeinsam fahren wir nach Tirol, einem kleinen Dorf oberhalb von Bozen. Wir bekommen den letzten Stellplatz, Ursoleo’s das letzte freie Hotel-Zimmer. Gemeinsames Nachtessen in der Pizzeria.

MeranMi 3.10.2012

Wir besuchen Meran, viel schöner als in meiner Erinnerung. Viele Lauben, die heute Schatten spenden und verkehrsfreie Strassen. Wir essen in Vilpiano, wie schon mal vor vielen Jahren. Die Weinschaumsuppe ist nicht so gut wie in meiner Erinnerung.

In Terlan finden Ursoleo’s ein Zimmer und wir einen Stellplatz hinter den Apfelbäumen. Grissini mit San Daniele Schinken und Penne mit Sugo gibt es im Camper. Erstmals essen wir zu Viert. Der BVB liefert ein Super Spiel ab, aber Man-City gleicht in der Nachspielzeit mittels ungerechtfertigten Penalty aus.

BozenDo 4.10.2012

Wir besuchen Bozen mit dem PW und fahren ins Zentrum in ein Parking. Die Stadt ist noch touristischer als Meran und auch schöner.

feines Essen, gute StimmungIn Eppian finden wir das Gourmet-Restaurant „Bad Turmbach“. Wir essen unter den Apfelbäumen, jeder etwas anderes. Wir sind alle begeistert. Mein Risotto mit Radicchio und Äpfeln war sensationell. Preise wie in der Schweiz…

Der Kalterersee kann auch überzeugen, obwohl es schwierig ist, an sein Ufer zu gelangen. Alles ist eingezäunt. Am Abend geht es in einen Buschenschank, wo wir Schlachtplatte essen. Die Kastanien zum Dessert probieren wir nur. Die steile Bergstrasse hinunter und ab ins Bett.am Kalterersee

Fr 5.10.2012

Über den Mendelpass auf die Hochebene des Trentino. In Spormaggiore essen wir Reste im WoMo und trinken Sekt, Ursoleo’s feiern ihren 39-tenHochzeitstag. Über den Lago di Molvena fahren wir bis Arco. Apéro und Nachtessen im besten Restaurant.

Sa 6.10.2012

Das heutige Ziel ist der Lago di Garda. Wir befahren das Ostufer bis Garda. Weg vom See ins Valpolicella, der Amarone ruft. Mittagessen in San Pietro und dann degustieren wir bei Alligheri, auch Masi-Weine. 4 Euro kostet der Schluck Amarone. Der Wein schmeckt, aber ist uns zu teuer.

CremonaWir schrauben uns den Berg hoch nach San Giorgio und Cavalo, wo wir nochmals degustieren. Der Ripasso überzeugt, Preis/Leistung stimmt. Wir schlafen in Monzambano auf einem Camping. Ursoleo‘s finden ein schönes B&B. Nach gemeinsamen Apéro verabschieden wir uns. Ursoleo’s bleibenlänger, wir fahren wieder nordwärts, noch eine Woche bleibt.

So 7.10.2012Cremona

Zum Frühstück macht Julia eine Schinken-Omelette. Wir sind bereit für 3 Tage wildes Campen und fahren westwärts, Richtung Piemont. Erster Halt ist Cremona, wo wir ins Zentrum fahren, denn es ist Sonntag. Schöner Kern, wir kaufen die lokale Spezialität, Senffrüchte.

Markt in Monticelli d’Origina In Monticelli d’Origina sehen wir einen grossen Markt und parkieren. Ein typischer, riesiger italienischer Markt. Viel Knoblauch wird angeboten, es soll sich um die Hauptstadt des Knoblauchs handeln. Wir versuchen verschiedenes, ich trinke ein Allgäuer Bier…

RivergaroIn Rivergaro finden wir einen schönen Parkplatz am Fluss. Nach einem kleinen Spaziergang gibt es Abendessen in einer Pizzeria.

Mo 8.10.2012

Ich schlafe lange und wir fahren erst um 11 Uhr weiter. Es ist ein typischer Herbsttag, neblig. In Bobbio nehmen wir die Strasse über den Passo di Pernice. Eingangs Varzi hat es viele Autos und Lieferwagen bei einem Restaurant. Ich kann nicht vorbei fahren, obwohl ich keinen Hunger habe. Als ich die Türe öffne sagt Julia nur, du hast es wieder getroffen. Schönes Lokal, wir setzen uns in den Teil, in dem die Arbeiter essen.

Es gibt keine Karte, wir kennen keine Preise. Ich nehme erst Tagliatelle mit Steinpilzen, gefolgt von einem Kalbsbraten und gemischten Salat. Julia bestellt Penne al Pommodoro gefolgt von Vitello Tonnato mit Blumenkohl. Der Hauswein passt uns nicht, ist wohl ein Lambrusco. Wir nehmen eine Flasche aus der Gegend, den „4 Valli“. Der Wein ist gut, ein Liter Mineralwasser und Kaffee goretto, mal Grappa, mal Baileys. Alles zusammen kostet 26 Euros…

CasalottoIn Nizza Monferrato gibt es einen Stellplatz mitten im Zentrum. Die Stadt ist nicht nach unserem Gusto, wir fahren zurück und suchen einen Platz, den wir vorher ignoriert haben. Auf dem Weg dahin durchqueren wir Casalotto, an dessen Ausgang ein grosser Parkplatz steht, mit wunderbarem Blick auf die umliegenden Hügel und Dörfer. Wir bleiben und erkunden das Dörfchen. Es gibt einen Weinhersteller, leider steht niemand für eine Degustation zur Verfügung, einige Grossabnehmer sind vor Ort.

Di 9.10.2012

Heute soll es nach Alba gehen, aber über eine schöne, kurvenreiche Strecke. Wir fahren südwärts bis nach Piana Crixia. Der verhangene Himmel hellt sich immer mehr auf und als dann noch ein Schild auftaucht: „Savona 38 km“, ist es um uns geschehen.

Alassio Sonnenschein, blauer Himmel und blaues Meer, das ist die italienische Riviera.In Alassio steigen wir in das immer noch erstaunlich warme Meer. Wir geniessen es, das hat uns noch gefehlt. Es geht westwärts bis Diano Marina, wo wir mit 400 anderen übernachten.

Mi 10.10.2012

Wir skypen und sehen unsere lieben Australier wieder einmal. Muss schon lange her sein, Vivien ist ganz verlegen, sonst nicht wirklich ihre Art. Als Sarah in Valeries Zimmer geht, gibt es eine Überraschung. Die Kleine ist noch wach und sitzt einfach in ihrem Bett. Als sie uns sieht, lächelt sie. Schöner kann ein Tag nicht beginnen.

Olio CarliIm Sonnenschein und 26° geht es Richtung Frankreich. In Imperia suchen wir Olio Sasso, aber das gibt es nicht mehr, heisst jetzt Olio Carli. Wir kaufen ein.

Mittagessen am MittelmeerKurz vor Nizza finden wir einen Parkplatz mit Meersicht und essen Reste. Vor Cannes geht es in die Hügel nach Grasse. Nachdem uns das GPS auf einen inexistenten Stellplatz geführt hat, fahren wir weiter.Hoch über Grasse finden wir doch noch einen Platz, mit wunderbarer Aussicht auf Grasse und das Meer. Leider macht das Wetter nicht ganz mit, es ist dunstig. Wir essen kalt, denn es ist spät geworden.

letzter Blick aufs MeerDo 11.10.2012

Durch die Haute Provence geht es heimwärts. In Digne Les Bains lassen wir uns ein Restaurant empfehlen "L'Olivier". Wir essen ausgezeichnet, teurer als in Italien, aber Preis / Leistung stimmt. Kurz vor Grenoble peilen wir einen eingetragenen Stellplatz in Treffort an. TreffortTrotz Julias Behauptungen, ist es das Dorf, in dem wir vor Jahren in einem Schloss übernachtet haben, bevor wir tagsdarauf die Radler vom MVS nach Alpe d'Huez begleitet haben. Es gibt einen feinen indischen Poulet-Eintopf.

Fr 12.10.2012

Mit dem letzten Tropfen Benzin zu einer Migros in Frankreich, wo wir einkaufen. Leider müssen wir noch lange die einzige Tankstelle im 10'000 Einwohner Kaff St-Julien en Genevois suchen. Voll getankt essen wir nochmals in Frankreich. Auch heute treffen wir es gut und essen ausgezeichnet. Über die grüne Grenze in die Schweiz und auf die Autobahn.

Als wir in Hindelbank das Sanitäre erledigen, sehe ich eine Waschanlage. Bis wir endlich bereit sind, ist die Anlage besetzt, Julia will nicht warten. Ich wasche das WoMo am Samstag, alleine.